Das Thema Online-Lernen hat nicht erst seit dem Beginn der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen. Schon zuvor haben immer mehr Schulen und Hochschulen die Möglichkeiten erkannt, die sich durch Lernen über das Internet bietet. Unter den verschiedenen Lernplattformen erfreut sich Learndash wachsender Beliebtheit. Nachdem das Learning Management System bereits in den USA an verschiedenen Hochschulen zum Einsatz kommt, findet es auch zunehmend seinen Weg nach Deutschland.

Was ist Learndash?

Ein Learning Management System ist per Definition ein Content-Management-System, mit dem sich Lerninhalte bereitstellen und Lernvorgänge organisieren lassen. Im Falle von Learndash geschieht dies mit der Hilfe von WordPress. Um die Funktionen des Lernsystems nutzen zu können, bedarf es daher zunächst einer WordPress-Installation. WordPress ist das bekannteste Content-Management-System der Welt und kommt auf vielen Webseiten zum Einsatz. Die Software ist grundsätzlich kostenlos und zudem Open Source, was bedeutet, dass der Code öffentlich zugänglich ist. Entsprechend können Entwickler auf der ganzen Welt an der Verbesserung der Software mitwirken oder ihre eigenen Erweiterungen und Plugins erstellen.

Genau eine solche Erweiterung ist Learndash. Das Lernsystem wurde von Justin und Kloé Ferriman entwickelt. Es ermöglicht Nutzern, eigene Lernkurse zu erstellen und diese anschließend zu führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kurse für Schüler oder Studenten an Hochschulen handelt. Auch Unternehmen können das System nutzen, um Mitarbeiter zu schulen und weiterzubilden.

Die Vorteile von Learndash

Als Plugin zu WordPress ist Learndash innerhalb kurzer Zeit und mit wenig Aufwand installiert. Zudem bietet WordPress als Open Source Software den Vorteil, dass sich die Funktionsweise der Lernsoftware mit vielen weiteren Plugins noch verbessern lässt. Viele von ihnen sind dabei kostenlos und können genauso einfach wie das Lernsystem in die WordPress-Installation integriert werden. Sowohl Learndash als auch WordPress sind zudem mobilfähig. Die Kurse lassen sich als auch bequem über mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones nutzen.

Sobald das Plugin läuft, kann auch schon der erste Kurs erstellt werden. Die erstellende Person hat hier die Möglichkeit, im Vorfeld genau den Kurs- oder Lehrplan festzulegen. Es lässt sich vor dem Start konkret einstellen, welche Inhalte zu welchem Zeitpunkt den Lernenden zur Verfügung gestellt werden und auch, dass kein Lernstoff übersprungen werden kann. Ein Lernpfad lässt sich ebenfalls erstellen. Dieser ermöglicht es, dass die Schüler ihren Lernfortschritt immer genau im Auge haben. Auch die Lehrer sind in der Lage, jederzeit den Stand der Lernenden abzurufen und wissen so immer, über den Fortschritt der Schüler Bescheid.

Ähnlich wie im klassischen Unterricht an der Schule bietet Learndash zudem die Möglichkeit, Tests durchzuführen und so das Wissen der Schüler zu überprüfen. Feedback können die Lehrer mit der Hilfe einer Nachrichtenfunktion ebenfalls geben. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Kurse nur den Personen offen stehen, für die sie gedacht sind. Auch dies lässt sich bei Learndash aber ganz einfach einstellen. Jeder Kurs kann nur für bestimmte Teilnehmer freigegeben werden, die sich dann mit Login-Daten registrieren müssen. Registrierte Nutzer können anschließend zudem in Gruppen eingeteilt werden. Alternativ sind aber auch komplett offene Kurse möglich, die keine Registrierung voraussetzen.

Die Kosten für die Lernplattform

Die Voraussetzung für eine Nutzung von Learndash ist in der Regel ein eigener Webserver mit einer aktuellen WordPress-Installation. WordPress an sich ist dabei kostenlos, nur für die Webadresse, das Design und den Betrieb des Servers fallen Kosten an. Auch Learndash selbst ist kostenpflichtig. Dabei bieten die Entwickler verschiedene Kostenmodelle an, die je nach Umfang unterschiedliche Preise haben. Eine kostenfreie Testversion gibt es dagegen nicht. Allerdings können Kunden die Software für 30 Tage testen. Stellt sich innerhalb dieser Zeit heraus, dass Learndash nicht zu den eigenen Vorstellungen passt, erhalten Kunden ihr Geld zurück.

Die Basic-Version der Software kostet 199 Dollar im Jahr, was rund 165 Euro entspricht. Die Abrechnung erfolgt grundsätzlich jährlich, ein monatliches Preismodell wird nicht angeboten. Neben der Basic-Version gibt es das Plus Package für 229 Dollar und das Pro Package für 369 Dollar im Jahr. Der größte Unterschied zwischen den verschiedenen Angeboten ist die Anzahl der Lizenzen. In der Basic-Version ist die Lizenz nur für eine Webseite enthalten. Das Pro Package umfasst bereits zehn Lizenzen, mit dem Plus Package sind es sogar 25 Lizenzen.

Die jährlichen Gebühren garantieren Kunden nicht nur die Nutzung der Software, sondern auch regelmäßige Updates. Gerade in Hinblick auf die Sicherheit ist dieser Umstand natürlich nicht zu unterschätzen. Die Tatsache, dass WordPress Open Source ist, sorgt grundsätzlich dafür, dass Sicherheitsupdates häufig und bei Problemen schnell erscheinen. Davon profitiert natürlich auch Learndash, wobei die Entwickler auch selbst regelmäßig Sicherheitsupdates und grundsätzliche Verbesserungen entwickeln. Zudem kann der Support jederzeit bei Fragen oder Problemen kontaktiert werden.

Learndash als App nutzen

Ein eigener Webserver und der damit verbundene Aufwand mögen Learndash auf den ersten Blick für manche Schulen uninteressant machen. Genau hier kommt unsere App ins Spiel. Apelio bietet eine passende App für Learndash an, mit der man sich einiges an Arbeit sparen kann. So ist es mit der App nicht notwendig, die Lernsoftware selbst auf einem Webserver einzurichten, auf dem vorher auch noch WordPress installiert werden muss. Stattdessen stehen alle Funktionen sofort zur Verfügung. Die App ist dabei sowohl für Android- als auch iOS-Geräte verfügbar. Zudem gibt es im Gegensatz zum Learndash-Plugin die Möglichkeit, die App erst einmal kostenfrei zu testen.

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